Sauna & Herzgesundheit: Was die finnischen Studien zeigen
Regelmässiges Saunieren ist mehr als Entspannung: Grosse Langzeitstudien aus Finnland verbinden es mit einem gesünderen Herz und einer höheren Lebenserwartung. Was dahintersteckt.
Mehr als Wohlfühlen
Die Hitze in der Sauna fordert den Körper auf milde Weise: Der Puls steigt, die Gefässe weiten sich, du schwitzt. Diese Belastung ähnelt in Teilen einem leichten Ausdauertraining.
Gerade weil sie regelmässig und freiwillig erfolgt, kann sie sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken.
Was die finnischen Studien zeigen
Eine bekannte Langzeitstudie aus Finnland beobachtete über Jahre tausende Männer: Wer häufiger saunierte, hatte ein deutlich geringeres Risiko für tödliche Herz-Kreislauf-Ereignisse und eine niedrigere Gesamtsterblichkeit (Laukkanen et al., 2015).
Spätere Auswertungen bestätigten den Zusammenhang und ordneten die Sauna als sinnvolle Ergänzung eines gesunden Lebensstils ein (Laukkanen et al., 2018).
Wie oft und wie heiss?
In den Studien zeigte sich: Wer vier- bis siebenmal pro Woche saunierte, profitierte am stärksten. Übliche Temperaturen liegen bei rund 80 bis 90 Grad Celsius.
Wichtiger als Rekorde sind Regelmässigkeit und auf den Körper hören – inklusive ausreichend Trinken davor und danach.
Für wen Vorsicht gilt
Bei Herzerkrankungen, sehr niedrigem Blutdruck, in der Schwangerschaft oder nach Alkohol ist Zurückhaltung geboten.
Im Zweifel gilt: vorher ärztlich abklären, gerade bei bestehenden Beschwerden.
Fazit
Sauna ist ein angenehmer und gut untersuchter Baustein für die Herzgesundheit – kein Ersatz für Bewegung, aber eine wertvolle Ergänzung. Diese Inhalte sind allgemeine, studienbasierte Information und ersetzen keine ärztliche Beratung.