Rotlicht & Infrarot: Was die Lichttherapie wirklich kann
Rotlicht-Panels versprechen bessere Haut, schnellere Regeneration und mehr Energie. Was hinter der Photobiomodulation steckt, was belegt ist – und wo der Hype die Daten überholt.
Was Rotlicht-Therapie ist
Bei der Rotlicht- oder Infrarot-Therapie – fachlich Photobiomodulation – wird die Haut mit rotem oder nah-infrarotem Licht bestrahlt. Dieses Licht dringt ein Stück weit ins Gewebe ein.
Im Gegensatz zu UV-Licht bräunt oder schädigt es die Haut nicht in derselben Weise.
Der vermutete Wirkmechanismus
Die gängige Erklärung: Das Licht regt die Mitochondrien an, die Kraftwerke der Zellen, und kann so Reparatur- und Energieprozesse unterstützen (Hamblin, 2017).
Das ist biologisch plausibel, aber je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich gut belegt.
Was belegt ist – und was nicht
Am besten untersucht sind Anwendungen an der Haut: Eine kontrollierte Studie fand Verbesserungen von Hautbild und Kollagen (Wunsch & Matuschka, 2014).
Für viele weitere Versprechen – von Fettabbau bis Anti-Aging im grossen Stil – ist die Evidenz dagegen dünn. Hier überholt der Hype oft die Daten.
Worauf du achten solltest
Wenn du es ausprobierst, achte auf seriöse Geräte mit klaren Angaben zu Wellenlänge und Leistung sowie auf Augenschutz.
Bei Hauterkrankungen, lichtempfindlichen Medikamenten oder Unsicherheit lohnt der Gang in eine dermatologische Praxis.
Fazit
Rotlicht ist ein interessantes Feld mit echten, aber begrenzten Belegen – vor allem für die Haut. Diese Inhalte sind allgemeine Information und ersetzen keine ärztliche Beratung.