Früh- oder Spättyp? Warum dein Chronotyp zählt
Manche sind morgens topfit, andere laufen erst spät zur Hochform auf. Dein Chronotyp ist keine Frage der Disziplin – und wer ihn kennt, lebt entspannter und gesünder.
Was ein Chronotyp ist
Jeder Mensch hat eine innere Uhr, die festlegt, wann er natürlicherweise müde und wann er wach ist. Grob unterscheidet man Frühtypen (Lerchen) und Spättypen (Eulen) – mit vielen Abstufungen dazwischen.
Dieser Rhythmus ist zu einem grossen Teil biologisch vorgegeben, nicht antrainiert.
Sozialer Jetlag
Viele Spättypen leben gegen ihre innere Uhr, weil Arbeit und Schule früh beginnen. Diese Lücke zwischen innerer Zeit und Weckerzeit nennt man sozialen Jetlag (Roenneberg et al., 2012).
Dauerhaft kann das Wohlbefinden und die Gesundheit belasten – ähnlich wie ein ständiger Mini-Zeitzonenwechsel.
Genetik & Alter
Der Chronotyp verändert sich über das Leben: Jugendliche sind oft ausgeprägte Spättypen, mit dem Alter wandern viele Richtung Frühtyp.
Auch deshalb sind frühe Schulzeiten für Teenager besonders ungünstig.
Mit dem Chronotyp leben
Hilfreich ist viel Tageslicht am Morgen und gedämpftes Licht am Abend, um die innere Uhr zu stabilisieren. Wo möglich, lohnt es sich, Arbeits- und Lernzeiten am eigenen Rhythmus auszurichten.
Gegen den eigenen Chronotyp dauerhaft anzukämpfen, kostet Kraft – ihn zu kennen, hilft beim klugen Planen.
Fazit
Es gibt keinen besseren oder schlechteren Chronotyp – nur einen, der zu dir passt. Diese Inhalte sind allgemeine Information und ersetzen keine ärztliche Beratung.